Die britische Racal Radio Group beteiligte sich 1982 erfolgreich an einer Auktion für eine Mobilfunklizenz und startete das Netz 1985 unter dem Namen Vodafone. 1988 erfolgte der erstmalige Börsengang, es wurden 20 % der Aktien von Racals Mobilfunksparte ausgegeben. 1991 erfolgte dann die gänzliche Trennung von Racal. Erste internationale Beteiligungen wurden 1993 von Vodafone eingegangen, 1999 folgte dann unter dem 1997 angetretenen CEO Chris Gent die Übernahme der amerikanischen Airtouch, welche kurz danach in das Joint-Venture Verizon Wireless eingebracht wurde. Im Zuge der Airtouch-Übernahme gelangte Vodafone auch in den Besitz einer Minderheitsbeteiligung an der Mannesmann-Mobilfunksparte (D2), deren Muttergesellschaft 2000 schließlich gänzlich übernommen wurde. Es folgten Übernahmen in Irland, Spanien, Griechenland und weiteren Ländern.
Seinen vorläufigen Höhepunkt erlangte das Unternehmen mit der Übernahme des deutschen Industrieriesen Mannesmann AG im Februar 2000. Der damalige CEO von Vodafone, Chris Gent, hatte erkannt, dass in dem Wachstumsmarkt Mobilfunk eine Übernahme von Mannesmann von den Kapitalmärkten honoriert werden würde. Trotz expandierender Verschuldung des Konzerns stieg der Aktienkurs der Firma um ein Vielfaches. Außerdem hatte Mannesmann mit dem Erwerb der Firma Orange in Großbritannien den Heimatmarkt von Vodafone im Visier. Die Übernahme hielt über Monate die Medien und die Finanzwelt in Atem, und im Januar 2004 begann der Gerichtsprozess gegen ehemalige Beteiligte dieser Übernahme. Am 29. November 2006 stellte das Landgericht Düsseldorf das Verfahren gegen Geldauflagen gemäß § 153a StPO vorläufig ein. Neben den rechtlichen Fragen führte die Übernahme in Deutschland zu einer der heftigsten öffentlichen Diskussionen um die moralische Verantwortung von Unternehmern.
2003 erzielte Vodafone einen Umsatz von 59,89 Milliarden US-Dollar und beschäftigte 60.109 Mitarbeiter.
Quelle: de.wikipedia.org
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